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Komm am Mittwoch Abend zu unseren Theaterproben! Möchtest du mal bei Family Food kochen oder mitschnibbeln? Willst du unsere Arbeit unterstützen? Brauchst du schulische Nachhilfe oder Assistenz bei Behördengängen? Lust auf House Dance Workshop jeden Dienstag Abend? Oder möchtest du einfach mehr über unser Veranstaltungsprogramm erfahren? Komm im Kiosk in der Langen Straße 98 in Dortmund vorbei oder schreib uns unter: info@labsa.de

Abdellah Chouaikh

Ohne Abdellah hätte es das Transnationale Ensemble nicht gegeben. Mit seiner Energie holt er die Menschen ins Hier und Jetzt. Er hat einen wirklich guten Kontakt zum Boden, und darauf gründet sich sein Naturtalent als Maskenspieler. Als geborener Geschichtenerzähler unterhält er sein Publikum generations- und kulturübergreifend. Sein Couscous ist das Beste im ganzen Ruhrgebiet, was beim Family Food For All schon viele Menschen glücklich und satt machte. Nicht nur deswegen starteten in seinem Wohnzimmer die Hausbesuche des Ensembles.

Ahmad Reza

Mit wenigen Worten bringt Ahmad seine Wahlfamilie (in der für ihn viel zu lange andauernden Wartezeit in Dortmund) an den gemeinsamen Tisch. Legendär ist sein Schultertanz. Mit einem Lächeln im Gesicht hat er die Gabe, Menschen sanft zu wärmen. Er ist eine feste Bank am Herd und am Teekessel. Ahmad hat hart für sein Lebensziel gearbeitet: Australien at last. Alhamdulillah!

Amir Jafari

Amir ist streetwise – und so tanzt er sich kommend und gehend queer durchs Leben und fragt schonungslos immer weiter nach. Spaß muss es machen. Er ist professioneller Hochzeitstänzer und Entertainer. Seine größte Szene von vielen Auftritten im Ensemble ist seine einfühlsame Interpretation der Lebensgeschichte eines Dorfmädchens in Place to be Shared. Willst du Bauchtanz lernen – mache einen Workshop bei Amir!

Anna Buchta


Anna kennt jeden, und jeder kennt Frau Anna. Ihr Lebens- und Arbeitsmotto: „Ich verbinde alle mit allen.“ funktioniert auch deshalb, weil Anna alles über jede*n weiß oder erfahren wird. Family Food, praktische Hinweise für einen erfolgreichen Asylantrag, Anleitungen zum Aerobic-Training vor, hinter, auf, über und unter der Bühne ist Anna seit der Gründung des Ensembles 100% in allen Stücken, Festivals, Filmen usw. im Einsatz.

Anna Hauke

Ein Pappkarton, Stift, Kleber, eine Schere: Anna macht daraus das, was grade auf der Bühne oder dahinter gebraucht wird – und zwar mit Stil und Klarheit. Ihre Masken leben. Sie ist eine unaufgeregte, punkige, präsente Performerin zum Beispiel in Sorry, ich muss schlafen. Mit ihren Vulven-Seifen schäumen wir uns alle gerne ein. Dabei betreibt sie mit viel Freundlichkeit und Witz feministische Emanzipation.

Bath Kanza

Seine Eleganz und Extravaganz als Sapeur macht ihn zu einer Persönlichkeit. „Wenn du rausgehst, muss du gesehen werden.“, ist sein Motto. Er kann mit den Schuhen sprechen und hat das ganze Ensemble eingekleidet. Sein Sapologie-Workshop im Kiosk war der Auftakt für diesen Style in der Region. Er ist der Star im Musikvideo Sapologie, dem ersten Dortmunder Sapeur-Clip.

Barry Oumar

Barry ist der Autor und Protagonist des Tanzvideos Génie, einer der erfolgreichsten Clips des Ensemble. Er ist gern gesehener Gast auf jeder Party. Er bringt die Leute aus seinem Heimatdorf Mamou in der Diaspora wieder zusammen. Ausgehend von seinem eigenen Fußballverein ÖSG Viktoria 08 Dortmund III (derzeit Tabellenführer in der Kreisliga C5) tut er sich als begnadeter Netzwerker hervor.

Diam‘s Diakate


Nicht nur sein Name ist besonders. Diam‘s hat uns coupé décalé in zahlreichen Workshops tanzen gelehrt – aber keiner ist so gut wie er. Er hat einen unverwechselbaren Style in Schauspiel, Gesang, Text, Tanz – you name it. Zu erleben war er live in Place to be Shared und L‘empereur. Seine große Leidenschaft sind Großstädte und Fußball.

Eymen Nahali



Als rappender Großstadt-Shaolin, kratzt Eymen seine Poesie von den Straßen und aus seinen Begegnungen mit Menschen. Er ist Interpret der Ensemble-Hits Cromosom in DNA positiv-DNA negativ, Abe Abe Arbeiten und Putzfrau und treibt das Ensemble mit seinen Übungen zur gewaltfreien Kommunikation an den Abgrund. Er ist immer zu haben für eine gute Geschichte und Zeremonienmeister beim Chillma.

Faton Demaj

Faton hat seinen eigenen Style in der Musik gefunden und diesen gelebt – schon seit der ersten Theaterproduktion Sugar Snap Paradise gab er unserer Arbeit einen Rhythmus. Er war ein tragendes Mitglied des Ensembles bis ihn eines Tages aus dem Nichts die Ausländerbehörde abgeschoben hat an einen Ort, den er nicht kannte. Nach vier Jahren konnte er zurück kommen und hat eine Familie gegründet.

Fortune Waliza


Fortune sagt ihre Meinung klar und deutlich – deswegen ist sie die perfekte und einzige Besetzung des Sugar Snap TV. Dort klärt sie uns alle auf über Fiktionsbescheinigungen, Grenzen und Nationalitäten. Sie ist immer sie selbst: auf der Bühne und im Leben. Sie ist Mutter nicht nur von ihren eigenen Kindern und gründete als Aktivistin Tausend Dörfer e.V. (mille villages), um die Leute ihrem Geburtstort Baїgom und an anderen Orten zu unterstützen.

Haptom Fesaha

Mit buddhistischer Ruhe geht Haptom durchs Leben. In einem Aquarium löste er in einem Atemzug den Zauberwürfel-Trick unter Wasser. Er ist Autodidakt, ein wunderbarer Handwerker und hat eine Gabe zum Lernen. Sein elegant-weicher Körperausdruck und seine Sensibilität machen ihn zu einem beliebten Partner in der Improvisation. Vom Professor zum Chromosom verwandelte er sich in der Produktion DNA positiv-DNA negativ. Als tigrinischer Rapper überzeugte er im Sapologie Musikvideo.

Helen Negasi Tsegai


Die Göttin der eritreischen Kaffeezeremonie. Helens frisch gerösteten Bohnen, dazu Popcorn und eine feste Umarmung. Sie steht mit den Menschen in Verbindung − eng und direkt und war deswegen auch auf ihrer Kaffebühne der Opener des Tomorrow Club Kiosk. Ihr Kaffee, ihre Freude und ihr Kichern machen sie zu einem beliebten Magnet bei vielen Veranstaltungen und Theaterstücken des Ensembles, in denen die Kaffee-Zeremonie − seit Helen kam− ein fester Bestandteil ist. Sie sagt, das Ensemble ist ihre Familie − inzwischen hat sie zwei eigene Kinder.

Leonel Cassule

Leonel kennt alle Regeln der Sapologie. Sein Gang passt zu seinen Klamotten; gekonnt präsentiert er in der perfekten Kombination jedes Kleidungsstück der neuesten Kollektion. Es geht darum aufzufallen, und Leonel fällt auf mit Coolness, Eleganz und Witz. Er hat uns eingeführt in die Kunst der Sapologie und trägt den gleichnamigen Musikclip durch seine Präsenz.

Lisa Domin

Wenn Lisa mit der Kamera kommt, weiß man, dass es gut wird. Sie sieht was passiert, und das ist dann auch im Bild. Dabei ist sie mittendrin, u.a. auch als Organisatorin des Tomorrow Club Festivals, hat auch selbst Spaß, und auf das Ergebnis freuen sich alle: Fotos, Musikvideos, Dokumentationen, Kurzfilme – alles durchdringt Lisa mit ihrer ungekünstelten, direkten und klaren Bildsprache. Lisa ist eine Künstlerin von innen heraus und hat alle sozialen Skills, die innerhalb eines Großclans wichtig sind. Ihre Vorliebe für Konzeptuelles bleibt immer alltagstauglich.

Merih Eyasu

Er hat sich kurz aber heftig als talentierter Songtexter hervorgetan (Hase) und besticht durch seine Freundlichkeit. Er war ein überraschend konsequenter Schwimmlehrer, und dann ist er plötzlich verschwunden. Wir haben uns Sorgen um ihn gemacht und den Film Black Box Merih darüber gedreht.

Nadeem Noori

Nadeem will es wissen: Man könnte denken, dass er mit einem Mikrofon geboren ist. Er steht in der ersten Reihe bei den Demos von Fridays for Future, der NGO Train of Hope und engagiert sich fließend in neun Sprachen überall da, wo sich ihm eine Bühne bietet. Selbst ein DNA Test konnte kaum belegen, dass er der Sohn seines Vaters ist.

Mohamad Bangoura

Stark wie ein Löwe, doch kein Löwe so stark wie du. Der König des Sugar Snap Paradise und Ideengeber für Vita Activa, ist Mohamad eigentlich der Initiator des Transnationalen Ensembles Labsa. Nach der ersten Begegnung sagte er: „Ich möchte mit euch Theater machen.“ Ein geborener Performer auf der Bühne – bewegt er sich wie eine Katze auf dem Dach.

Rana Bağci

Das Küken des Transnationalen Ensembles war als gut gelaunte Teilnehmerin bei vielen Workshops und Festivals dabei. Noch kleinere Kinder lieben sie – und das beruht auf Gegenseitigkeit. In l‘empereur hat sie das schlimmste Lampenfieber der Theatergeschichte überwunden und mit ihrer tragischen Haar-Geschichte das Publikum zum Weinen gebracht.

Rogash Mishko

Das Body Mass Index stimmt bei Rogash, der als Martial Art Kämpfer hart trainiert und Ausdauer beweist. Mit dem Seilchen brach Rogash auf der Bühne mit seiner irrwitzigen Schnelligkeit und Präzision Rekorde. Hinter all seinen Muskeln braucht er seine Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit nicht zu verstecken.

Seratu Bah

Queen B steht selbstbewusst mit beiden Beinen im Leben und lässt sich nicht so schnell aus dem Takt bringen. Sie tanzt, singt und performt seit dem ersten Treffen des Ensembles in allen Produktionen. Als transkontinentale Vernetzerin initiiert sie mit der Queen B & Exo Don Foundation gemeinnützige Projekte zwischen Dortmund und Lungi.

Slawa Al Ali


Als sie ins Ensemble kam, war sie eine der Jüngsten unter uns. Als Performerin in L‘empereur beeindruckte sie das Publikum mit ihren biografisch inspirierten Texten. Einmalig ihr Stil aus einer kafkaesken Migrationsgeschichte eine Stand-up-Comedy zu machen. Intelligent, street wise und witzig bleibt Slawa keine Antwort schuldig, und dabei ist sie noch gut gestylt.

Vité Jokschaite

An post-sovietischer Coolness ist Vité nur schwer zu übertreffen. Sie durchcheckt die Lage mit einem Blick, behält dabei fast immer die Fassung, denn ihr ist nichts Menschliches fremd. Ihre Kommentare sind knapp und treffend, ihr Humor trocken, und ihre Suppen warm und nährend. Als mit allen Wassern gewaschene Kulturmanagerin kann sie es mit jeder Bürokratin, Museumsdirektorin, Kulturdezernentin, Putzkraft, Künstlerin, Vermieterin aufnehmen. Für den spirituellen Überbau sorgt last but not least ihre Deutung des Tarot.

Yacouba Coulibaly



Seit dem ersten Tag kein Theaterstück, kein Film, kein Song, keine Konferenz, kein Interview, keine Fotostrecke, kein Gedicht, kein Family Food, keine Story des Ensembles … ohne Yacouba. Zudem hält er die Truppe sozial-organisatorisch zusammen und schreibt nicht nur Poesie sondern auch Bafög-Anträge und Ähnliches für andere. Er kommt aus einer Dynastie der Eierverkäufer, verbindet in seinem Leben Theaterkunst, Poesie und Diplomatie (wenn es sein muss auch auf italienisch) und sieht dabei gut aus.