Aktuelle Proben zu:

L'empereur - Löwen, Gold, Hunger und andere kleine Geheimnisse der Macht    (Premiere am  4. Dezember 2018 im Tanzcafe Oma Doris in Dortmund)

weitere Vorstellungen im Tanzcafedoris:

3. Dezember (öffentliche Generalprobe) und 5. Dezember jeweils 20.00 Uhr

 

Foto: Betty Schiel
Foto: Betty Schiel

L'empereur - Löwen, Gold und kleine geheimnisse absoluter Herrschaft' ist ein Performance-Projekt des Transnationalen Ensemble Labsa in Zusammenarbeit mit dem Nordafrikanischen Rapper Eymen Nahili. Wenn wir heute über das globale Dorf der Politik nachdenken, dann fallen uns sofort Wörter wie Korruption, Machtkampf oder private Bereicherung im Amt ein. Eine wunderbare, dichte, frische, mit ewigen Blüten besetzte Hecke wächst heute nicht nur in armen Ländern um die Paläste von politischen Machthabern, sondern auch in den Reichen, sogar um ganze Staaten und Kontinente. Dorthin strömen die Anderen um die Paradiesvögel zu bewundern. Das Performance-Projekt 'L'empereur' untersucht die Realität der Machthaber und ihre Strukturen, Dekonstruiert diese auf Momente von Realitätsverlusten und unterzieht sich als Kulturbetrieb einer Selbstreflexion. Inspiriert durch den Rücktritt des südafrikanischen Präsidenten Jacob Zuma, durch die aktuelle europäische Abschottungspolitik und das Buch König der Könige von Ryszard Kapuscinski, für das er Mitarbeiter des Palastes des äthiopische Kaisers Haile Selassie interviewt hatte, fragt das Ensemble danach, wie wir mit unserer politischen Umgebung verbunden sind, und wie uns ihre Ereignisse und Ideologien prägen. Aufgeführt in einem Dortmunder Club kombinieren sie Tanz mit Sprechgesang, Bilder- mit Theaterwelt und Clubmusik.

My Heritage!

Für nur 100€ kann man seine genetische Herkunft mit einem DNA-Test medizinisch untersuchen lassen. Die neuen bio-technischen Möglichkeiten mögen ein Versprechen für einige sein, in unsicheren Zeiten mehr Gewissheiten über sich selbst zu erlangen; körperliche Sicherheit und (Selbst-) als Kontrolle einer effizienten Lebensregulierung. Sowie wie eins Fitness und Wellness eine moderne aufklärerische Disziplin der immanenten und rationellen Anthropotechnik darstellte, strebt ein "DNA-Tourist" heute nach einer intensiven Auseinandersetzung mit dem eigenen Ich's. Sichtbarmachung der globalisierten Körper könnten Nationalismen ad absurdum führen. Es könnte aber auch politisch missbraucht werden als Ausschluss-Kriterium für diejenigen, die nicht die gewünschte Ergebnisse nachweisen können.

Die Akteure des Projektes My heritage! werden selbst DNA-Tests durchführen lassen als Ausgangspunkt für die Diskussion und Theaterarbeit. Spielt das Wissen um das Ergebnis eigener Herkunft eine Rolle für das eigene Handeln? Ist es eine Bereicherung oder Bedrohung? Was bedeutet das Test-Ergebnis in unterschiedlichen politischen Konstellationen? Ist es eine potentielle Gefahrenquelle?

 

Beteiligte KünstlerInnen: Seratu Bah, Yacouba Coulibaly, Haptom Fesaha, Betty Schiel, Eymen Nahili, Yogesh Gawas, Zofia Bartoszewicz, Emilia Hagelganz, aniYo kore

Neues Jugend ins Zentrum Projekt 2018 startet:

junge Teilnehmer_innen zwischen 16 und 18 Jahren können sich unter info@labsa.de bei uns anmelden!

Mehr Info hier...